Wer richtig anzündet, hat es gleich doppelt gut: weniger Rauch und Geruch, deutlich weniger Feinstaub – und mehr Wärme aus demselben Holz. Der Schlüssel ist die Anzünden-von-oben-Methode (auch „Top-Down“ genannt).
Warum von oben?
Beim klassischen Anzünden von unten entweichen die Holzgase aus dem noch kalten Holz nach oben – unverbrannt, als Qualm. Zünden Sie dagegen oben an, müssen alle aufsteigenden Gase durch die heiße Flamme darüber und verbrennen dabei sauber. Das Ergebnis: ein klarer Abbrand mit kaum sichtbarem Rauch.
Schritt für Schritt
- Große Scheite unten: Legen Sie zwei bis drei größere Holzscheite nebeneinander auf den Rost.
- Kleineres Holz quer darüber: Schichten Sie kleinere Scheite kreuzweise darauf.
- Anmachholz oben: Darüber kommt dünnes Anzündholz (Kleinholz).
- Anzünder zuoberst: Legen Sie ein bis zwei Anzünder ganz nach oben und entzünden Sie sie.
- Luft auf: Öffnen Sie alle Luftregler vollständig, damit das Feuer genug Sauerstoff bekommt.
Das Feuer brennt nun von oben nach unten langsam durch den Stapel – ruhig, sauber und gleichmäßig.
Die häufigsten Fehler
- Zu feuchtes Holz – die wichtigste Ursache für Qualm. Verwenden Sie nur Holz unter 20 % Restfeuchte.
- Anzünden von unten – erzeugt unnötig viel Rauch.
- Zu wenig Luft – das Feuer „erstickt“ und qualmt.
- Papier als Anzünder – verbrennt zu schnell und hinterlässt viel Flugasche.
Der richtige Anzünder
Am saubersten sind Anzünder aus Holzwolle mit Wachs oder gepresste Bio-Anzünder. Sie brennen lange genug, um das Kleinholz sicher zu entzünden. Finger weg von Spiritus oder anderen Flüssigkeiten – sie sind gefährlich und unnötig.
Tipp: Trockenes Buchenholz und die Von-oben-Methode sind das perfekte Team. Sie werden den Unterschied beim ersten Anzünden sehen – und riechen.